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Freitag, 9. Mai 2008
 
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  Segeln auf den Balearen: Porto Cristo/Cala Manacor 

Position: 39°32.33'N  003°20.25'E

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Mallorca: Porto Cristo

Schöner Fischerhafen mit sehenswerter Altstadt. Gute Wasserqualität im Bereich des Hafens und des Strands am nördlichsten Punkt der schleifenförmigen Bucht. Dort kann auch geankert werden, obwohl der vorhandene Platz leider nur für wenige Yachten ausreicht. Weitere Liegemöglichkeiten gibt es am öffentlichen Kai oder im gegenüberliegenden Club Nàutic.

Als Ausflugsziele der Region bieten sich zwei Höhlensysteme an: die Tropfsteinhöhle Coves del Drac (s.u.) und die Coves dels Hams, außerdem gibt es ein See-Aquarium, das sich jedoch in einem schlechten Zustand befinden soll.

Club Nàutic Portocristo

Moderner Yachthafen, der einige Plätze für Transityachten vorhält. Die Plätze werden meist zugewiesen. Empfehlenswert ist das hoch gelegene Restaurant mit Swimming Pool, von wo aus man einen schönen Ausblick über die Bucht und den Yachthafen genießen kann. Alle Liegeplätze verfügen über Murings, Strom- und Wasseranschlüsse.

Cuevas del Drach (Drachenhöhlen)

Vom Club Nàutic per Fuß zu erreichen, gelten sie als die größte Touristenattraktion Mallorcas. Wenn man die Nacht in der Marina verbracht hat, empfiehlt es sich, die Höhlen gleich morgens zu besuchen, noch vor dem größten Besucherandrang. Die Besucher werden mit Bussen von allen Teilen der Insel hierhergebracht, was im Ort manchmal den Eindruck entstehen lässt, dass Portocristo die Hochburg des mallorquinischen Tourismus wäre. Leider richten einige Verpflegungsbetriebe ihr kulinarisches Niveau verstärkt an den Bedürfnissen und Geschmäckern der Bustouristen aus, was uns "Yachties" als anspruchsvolle Individualtouristen natürlich etwas verschreckt...

Neben der abenteuerlichen Geschichte der Höhle und ihrer Entdeckung: hier soll ein Schatz der Templer in der Obhut eines Drachen versteckt gewesen sein, ist die Höhle eher eines der frühsten und herausragendsten Beispiele für die Anfänge der touristischen Kommerzialisierung. Im Innern der Höhle befindet sich ein großer See, auf dem als Höhepunkt der Besucherführungen dann, wenn die 1100 Plätze einigermaßen gefüllt sind, eine ca. 10-minütige Musik- und Lichtdarstellung stattfindet, die im großen und ganzen aus dem Auftauchen und Verschwinden zweier gondelähnlicher Fahrzeuge besteht, auf denen Musiker wohldosierte Weichspül-Klassik zum besten geben. Die Vorstellung soll sich seit ihrer Installation in den 1930er Jahren nur wenig geändert haben. Der Besucherandrang ist groß, so dass alles einem rigorosen Zeitplan unterworfen ist. Jedoch reicht die zur Verfügung stehende Zeit den meisten aus, für die anderen steht noch diverser Kleinkram und Nippes bereit, der sich käuflich erwerben lässt. Die Eintrittspreise liegen bei knapp 10 EUR, aber trotz alledem ein Erlebnis, das man sich nicht entgehen lassen sollte.

Gesamteindruck: farbenfrohe, kitschige, aber doch auch amüsante Touristenfalle.

Cuevas del Drach online

 
 
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